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-Wettlauf
Welche Farbe hat ein schwarzer Filzstift? - Schwarz? - Sicher? Und ein blauer?
Wusstest du, dass die Tinte in einem Filzstift selbst bei so einfachen Farben wie schwarz oder blau
aus verschiedenen Farben zusammengemischt wurde? Es ist so.
Woher wir das wissen? - Nun, wir haben nicht etwa in der Filzstift-Fabrik angerufen, sondern wir haben
die einzelnen Farben getrennt. Und das geht ganz einfach:
Du brauchst:
- verschiedene Filzstifte
- Löschpapier oder Kaffeefilter
- Eine flache Schale mit Wasser
Zuerst malst du auf das Löschpapier mit den Filzstiften, die du untersuchen willst, dicke Punkte - in
einer Reihe, etwa 1- 2 cm vom Rand entfernt. Dann tauchst du den Rand des Papiers ins Wasser, aber so, dass
die Farbpunkte selbst gerade noch über der Wasseroberfläche sind.
Wenn das Löschpapier nun das Wasser aufsaugt, werden die Farbpunkte in ihre verschiedenen Farben getrennt.
Wenn das Papier getrocknet ist, kannst du das am besten erkennen.
Wie funktioniert das?
Tja, wie du dir sicher denken kannst, ist der Versuch nicht ganz auf unserem Mist gewachsen. Es handelt sich
vielmehr um ein sehr weit verbreitetes Verfahren zur Stofftrennung. Der Profi-Physiker (und vor allem der
Chemiker) sagt dazu "CHROMATOGRAPHIE".
Eigentlich ist das Verfahren gar nicht so spektakulär. Das Wasser wird vom Papier aufgesaugt und weiter
transportiert. Dabei verdünnt es die Filzstiftfarbe und nimmt sie auf seinem Weg mit. Dabei verdunstet
immer mehr Wasser und ein Teil der Farbe bleibt am Papier wieder hängen. Die einzelnen Farben sind verschieden
leicht vom Wasser zu transportieren, also können sie verschieden weit mitgenommen werden. Am Ende bildet jede
Farbe einen Streifen auf dem Papier.
In professionellen Forschungslaboren wird ein ähnliches Verfahren genutzt, um Gase zu untersuchen.
Sinnigerweise heißt es "Gaschromatographie". Dabei wird das Gas durch ein kompliziertes Röhrensystem geschickt.
Dort können sich die einzelnen Bestandteile unterschiedlich schnell vorwärts bewegen. Einige bleiben in den
Röhren mehr hängen, andere weniger. Am Ende kann man am Gerät ablesen, wie lange ein Bestandteil gebraucht
hat, um durch die gesamte Röhre zu kommen. Daraus kann man dann berechnen, um welchen Stoff es sich gehandelt
hat.
Tipp:
Besonders toll sieht es aus, wenn du in das Papier ein kleines Loch hineinstichst, um das du dann mit
dem Stift herummalst. In das Loch steckst du dann ein kleines Röllchen aus Toilettenpapier, das du in ein
Glas mit Wasser hängen lässt. Du musst dabei darauf achten, dass das Röllchen fest im Loch sitzt. Wenn du
Glück hast, kommt dabei eine bunte Blume heraus.
Weiter auf Seite 4 (Wie schmeckt eigentlich...?)
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